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Das keinesfalls koschere Kochthrill im August
Monatlich kann man das wirklich nicht mehr nennen, aber hier ist es: das aktuelle Kochthrill. Die Idee war, jiddische Gerichte zuzubereiten. Leider scheiterte das ein wenig an der Vorbereitung, so daß wieder ein typisches Improvisations-Menü herauskam...
Wo ist der Koriander?
Die einzige, die es geschafft hatte, war Kati mit einer köstlichen "koscheren" Gemüsesuppe, die mal nicht nach Liebstöckel schmeckte, sondern mit frischer Ingwerwurzel und Koriander (obwohl die frischen Kräuter irgendwo in Bonn in Sabines Küche lagen...) zubereitet war.
Zwiebelkuchen
Sabine hatte ihren Kühlschrank leergeräumt und einen klassischen Zwiebelkuchen gezaubert. Tränenüberströmte Zubereitung, aber es lohnte sich, der Hefeteig war idealtypisch gebräunt, der Belag dünn und saftig, der Kümmel genau richtig - der morgige Tag kann kommen!
Leniwe pierogi
Die "faulen" Quarknockerln in Zimtbutter, auf die ich gestern auf der Suche nach jiddischer Küche stattdessen gestoßen waren, sind ein echt polnisches Gericht, das mir ganz ähnlich schon in der Ukraine begegnet ist: dort heißen sie Warenyky. Die klassische Aufteilung: Was wir in der Gemüsesuppe an Öl gespart hatten, kam im Dessert durch die Zimtbutter wieder rein.
Alles in allem: ein Kochthrill ohne allzu exotische Zutaten, aber kleinen, feinen Highlights.
elya · 18.08.2004