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Das Zeitalter der Puristen
Trotz der immer größer werdenden Bandbreiten werden gute Seiten immer schlichter. Warum ist das so? Gründe gibt es sicher mehrere. Im Design ist generell ein Trend zu dezenterem Auftreten gefragt - der Zeitgeist protzt nicht ("fährt er auch geradeaus?"). Aber noch etwas spielt eine Rolle: Die Masse an Information, die ein Surfer heute im Internet vorfindet, erfordert schnelles Sichten von Informationen - und da sind keine unnötigen Bilder, Animationen und buntes Geflimmer gefragt, sondern sauber strukturierte Darstellung und schneller Zugriff auf die gesuchten Infos.
Hinzu kommen Stichworte wie Barrierefreiheit und Suchmaschinenoptimierung. Nicht nur sehbehinderte Menschen profitieren von zugänglichen Seiten, auch Suchmaschinen sind in vielerlei Hinsicht stockblind und belohnen eine solche Seite mit gutem Ranking.
Manchmal könnte man meinen, die strikte Einhaltung von Standards vernachlässige das Design insgesamt, oder andersherum: Designer kümmerten sich nicht um Standards, weil sie sich in ihrer Kreativität eingeengt fühlten. Daß das nicht so sein muß, zeigen zahlreiche Trüffel im Netz:
Überzeugende Beispiele für gutes Design, das modernen Standards genügt, habe ich hier gefunden:
mezzoblue.com - Eine Sammlung von CSS-Designs
visitdeadends.com - Nur scheinbar aus der opulenten alten Zeit, gefunden bei ala
Argumente für die Verwendung moderner Browser sammelt webstandards.org
elya · 28.12.2003