elyas literarischer Salon

Ein Bekannter aus dem Iran erzählte mir einmal, er bewahre seine Bücher niemals im Wohnzimmer auf, sondern im Keller, weil sie viel zu viel über ihn und seine innersten Gedanken und Gefühle verrieten.
Ich darf glücklicherweise von meinen Büchern umgeben leben. So, wie der Einleitungstext für die traumhaft schönen, leider unerschwinglichen Paschen-Biblioheken es beschreibt:

So sind wir bedacht und achtsam mit unseren Büchern, sie sind wie Legitimationen unseres buchstäblichen Selbstbewußtseins, Trophäen unzähliger Geistesabenteuer, beredte Zeugen wichtiger Momente unseres Lebens. Eben gedruckte Freunde, denen wir gern Raum in unserem Leben geben, mit denen wir unsere Wohnung teilen und die man gerne herzeigt, weil sie nichts weniger sind als die geistige Landkarte unserer Persönlichkeit.

Elke Heidenreich hat es in ihrem Stern-Interview für mich persönlich auf den Punkt gebracht:

Was ist denn am Lesen so toll?

Sie merken ja, wie schnell ich bin, wie schnell ich rede. Beim Lesen ist Ruhe. Da werde ich ganz still. Und tauche in eine Geschichte ein, die mich fesselt und ablenkt und unterhält. Eine Liebesgeschichte zwischen Mensch und Buch ist durch nichts zu ersetzen.